New York City, October 2015, Manhattan

Unerwartete Bußgeldfallen

Wenn man neu in einem Land ist, tappt man schnell in Bußgeldfallen, denen man sich vorher nicht bewusst war. Hier ein kleiner Überblick, der euch helfen soll nicht den gleichen Fehler zu machen:

Vorab: In Deutschland kann man für Verkehrsverstöße mit „Punkten“ bestraft werden. Diese Punkte werden eingetragen und wenn man 8 hat, wird einem der Führerschein entzogen. Auch wenn man noch keinen Führerschein hat, möchte man keine Punkte sammeln, da man keinen Führerschein machen kann, wenn man Punkte auf dem Konto hat und diese erst nach mehreren Jahren verjähren.

Auf dem Fahrrad

Auf dem Radweg in die falsche Richtung fahren: 20 Euro
Auf dem Bürgersteig fahren: 15 Euro
Betrunken Radfahren: >0.3 Promille – Strafanzeige; >1,6 Promille – Geldstrafe, Fahrtauglichkeitstest (schwer zu bestehen ohne Vorbereitungsseminare), oft Führerscheinentzug,  3 Punkte
Rote Ampel ignorieren
: (Polizisten verstecken sich teilweise um das zu kontrollieren): 60-100 Euro und 1 Punkt
Kein Fahrradlicht: 25 Euro
Handy: 25 Euro, schon für zu laut Musik hören gibt es 15 Euro
Freihändig fahren: 5 Euro
Freunde auf dem Fahrrad mitnehmen: 5 Euro
Gute und ausführliche Ratgeberseite zu Strafen für Radfahrer: https://fahrrad.bussgeldkatalog.org/

Mit dem Auto

Beleidigungen: https://www.bussgeldkatalog.org/beleidigung-im-strassenverkehr/ – die Liste ist unterhaltsam, „Du Mädchen“ (zu einem Polizisten) kostet dich zum Beispiel 200 Euro, „Alte Sau“ 2500 Euro.
Gegen Fahrtrichtung parken: 15 Euro
In Einfahrten parken: 15 Euro – Immer das Schild „Feuerwehreinfahrt“ beachten!
Bei Glatteis ohne Winterreifen: 60 Euro
Umweltzone ohne Umweltplakette: 80 Euro
Abgeschleppt werden wegen Falschparken: 250 Euro
Gute und ausführliche Ratgeberseite für Autofahrer: https://www.bussgeldkatalog.org/

Allgemein

Ausweispflicht: Man muss zwar nicht zu jeder Zeit einen Perso oder einen Reisepass bei sich haben, man muss aber mindestens einen der beiden besitzen, sonst kann einem Strafen von bis zu 5000 Euro drohen. (Meistens <200 Euro)
Bibliothek: Mahngebühren sind hier unerwartet hoch, bei mir an der Uni zahle ich zum Beispiel 7 Euro, wenn ich ein Buch einen Tag zu spät abgebe.
Adressermittlung: Bei Banken, Ämtern, Universitäten und sämtlichen anderen offiziellen Stellen muss man darauf achten, dass man bei Umzug immer die aktuelle Adresse angibt! Denn obwohl sie meistens über Email und Telefonnummer verfügen, muss man nicht selten 25 Euro Strafe zahlen, wenn ein Brief nicht zugestellt und deine neue Adresse ermittelt werden musste.

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